• Priv.-Doz. Dr. Stefan Greiner (SR/R)
  • Dr. Alexander Schütz (SR/R)

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Tennis-Ellenbogen (Epicondylitis humeri radialis)

Allgemein
Der Tennisellbogen ist eine prinzipiell reversible Überlastung der Streckmuskulatur des Handgelenks, welche an der Ellbogenaussenseite entspringen. Wenn die Überlastung nicht unterbrochen, und keine Therapie begonnen wird, kann es zu einer chronischen Schädigung der Sehne im Ursprungsbereich kommen, die dann nicht mehr von alleine rückgängig ist. Vor einer Behandlung sollte man sicher ausschließen, dass eine Erkrankung im Kiefergelenk oder Halswirbelsäulenbereich über nervale Interferenzen einen Tennisellbogen vortäuscht! Mit Hilfe der Kernspintomographie kann jedoch eine strukturelle Veränderung im Sinne eines Tennisellbogens gut nachgewiesen werden (siehe Bild)

Behandlung
Wir empfehlen die Belastung zu unterbrechen oder über Ersatzbewegungen die belastende Situation zu vermeiden, gegebenenfalls den betroffenen Arm vorübergehend in einer Ellbogenschiene ruhig zu stellen. Gleichzeitig ist eine krankengymnastische Therapie mit Dehnübungen, die auch selbst zu hause fortgesetzt werden können, anzuraten. Spezielle Bandagen verändern den Zugvektor der Muskulatur und entlasten diese. Erfolgreich kann die radiäre Stosswellen Therapie angewendet werden. Kortison- oder Botox Spritzen können leider meist nur vorübergehend Linderung verschaffen. Eine Bestrahlung des Ellbogens mit Röntgenstrahlen kann die Entzündung schwächen und die Funktion verbessern. Kommt es darunter zu keiner bleibenden Erholung, oder liegen bereits deutliche knöcherne Veränderungen vor, ist die Operation sinnvoll.

Operation
Die Operation wird in der Regel ambulant in einer Vollnarkose durchgeführt. Das zerstörte Sehnengewebe wird ausgeräumt und die Sehne des kurzen Handgelenkstreckers vom Knochen abgelöst. Dadurch wird diese verlängert und der Zug reduziert. Über eine Narbe wird der Knochenkontakt später wieder hergestellt. Außerdem können Stammzellen aus dem Knochen das defekte Sehnengewebe ersetzten. Nervenfasern, die Schmerzen aus dem entzündeten Areal weiterleiten können mit dem elektrischen Skalpell verödet werden.
 

Nach der Operation
Für 10 Tage nach der Operation legen wir eine Schienenanlage zur Ruhigstellung des operierten Ellbogens an. Die Fäden werden nach 10 – 14 Tagen entfernt. Für 6 Wochen sollte eine Überlastung des Ellbogens und der Handgelenksstrecker unbedingt vermieden werden.

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