• Dr. Tomas Buchhorn (SR/R)

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Begleitverletzungen

Knorpelschaden am Talus (Ti: Tibia, TH: Tashaken)
Rupturiertes, ausgedünntes Lig. fibulotalare anterius

Unter den Begleitverletzungen ist in allererster Linie die Knorpelläsion bei chronischer Sprunggelenksinstabilität zu nennen. Es zeigen sich in der Literatur mehr als 60 % der chronischen Sprunggelenksinstabilitäten mit einer Knorpelläsion vergesellschaftet.

Das anterolaterale Impingement ist ebenfalls mit 65 % der Patienten mit chronischer Sprunggelenksinstabilität zu finden. Es handelt sich hierbei nach histologischen Untersuchungen um eine hypertrophierte Narbe und um vermutlich ligamentäre Bandreste. Neben chronischen Sprunggelenksschmerzen findet sich auch häufig eine ausgesprochene chronische Sprunggelenksinstabilität.

Therapeutisch wird eine Arthroskopie durchgeführt, um die Narbenstränge zu resezieren.

Die Peronealtendinitis kann ebenfalls durch eine chronische Sprunggelenksinstabilität hervor gerufen werden. Der Patient leidet hierbei an Schmerzen im Bereich des lateralen Malleolus, typischerweise hinter der Fibula.

Ebenfalls kann die Tibialis-posterior-Sehne, vor allem bei der medialen Instabilität, betroffen sein und muss bei einer Operation mit einbezogen werden.

Die Syndesmosenverletzung zeigt sich durch einen positiven Squeeze-Test mit Schmerzen bei Außenrotation des Fußes. Zur Diagnostik werden Röntgenbilder bzw. Computertomographien oder Kernspinbilder angefertigt. Eine chronisch instabile Syndesmose äußert sich als Schmerzen bei Belastung, die Therapie besteht im arthroskopischen Debridement des Narbengewebes und/oder Rekonstruktion mit einem freien Sehnentransplantat oder als finale Lösung die tibiofibuläre Arthrodese.

Das untere Sprunggelenk ist in 80 % der schweren Ligamentum fibulocalcaneare Verletzungen mit beteiligt. Hier kommt es im unteren Sprunggelenk zu einer Synovitis des lateralen Anteils des posterioren unteren Sprunggelenkes (gleich Sinus tarsi Syndrom). Dies kann operativ mit behandelt werden.

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