• Dr. Alexander Schütz (SR/R)

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Überbein (Ganglion)

Abb. 1
Abb. 2
Abb. 3

Allgemein
Das Ganglion oder volkstümlich „Überbein“ genannt, ist kein „Bein“ sondern eine flüssigkeitsgefüllte Zyste,
die sich aus einem Gelenk oder einer Sehnenscheide entwickeln kann. Dabei kommt es zu einer Vorwölbung,
die besonders im Anfangsstadium eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung verursachen kann (Abb. 1, Abb. 2).

Behandlung
Anfangs empfehlen wir lokal abschwellende und schmerzlindernde Maßnahmen, die mit einer Schienenruhigstellung kombiniert werden können. Bisweilen kommt es zu einer spontanen Abheilung mit allerdings sehr hoher Rezidivfreudigkeit! Früher wurden die Ganglien zerschlagen, was zum Einen schmerzhaft war, zum Anderen war der Erfolg meist nicht von Dauer.

Man kann Ganglien gezielt punktieren oder mittels Injektion zum Platzen bringen. Wir bevorzugen die Operation, wenn das Ganglion entweder groß oder schmerzhaft ist. Die Operation kann entweder arthroskopisch oder offen chirurgisch erfolgen.

Operation (Offene Operation)
Die Operation wird in der Regel ambulant in Teilnarkose (intravenöser Regionalanästhesie) oder einer Vollnarkose durchgeführt. Wichtig ist, das Ganglion komplett, d.h. mit dem ganzen Stiel zu entfernen, um die ohnehin relativ große Rezidivgefahr (ca. 15-20%) weiter zuminimieren (Abb. 3).

Sollte eine größere Lücke in der Gelenkkapsel resultieren, verschließen wir diese mit einem freien oder gestielen Faszienlappen.

Schrittweises
Entfernen
des Ganglions
Zugangswege b. d.
Handgelenkspiegelung (Arthroskopie)

Nach der Operation
Nach Entfernung eines Handgelenkganglions wird das Handgelenk für 2 Wochen in einer ManuDisc Schiene ruhig gestellt. Die Fäden werden nach 10 – 14 Tagen entfernt. Die Arbeitsunfähigkeit erstreckt sich in der Regel auf 2-4 Wochen.

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