• Priv.-Doz. Dr. Stefan Fickert (SR/R)
  • Dr. Frank Schneider (BER)

Kompetenzzentren

Fachbereiche | Hüfte

Das Hüftgelenk

Das Hüftgelenk muss einiges aushalten und ist dennoch aufgrund seiner Kugelform sehr beweglich. Ungefähr 1,5 Millionen Bewegungen führt ein gesundes Hüftgelenk im Jahr aus. Dabei trägt das Gelenk nicht nur ständig das normale körpereigene Gewicht, sondern nimmt sogar ein Vielfaches des Körpergewichtes auf. Beim langsamen Gehen wird das Hüftgelenk mit dem Dreifachen, beim schnellen Gehen soger bis zum siebenfachen des Körpergewichtes belastet.

Das Hüftgelenk verbindet den Oberschenkelknochen mit der Hüftpfanne im Beckenknochen. Am oberen Ende des Oberschenkelknochens sitzt der kugelförmige Hüftkopf. Er ist mit glattem Knorpel bedeckt und gleitet bei jeder Bewegung in der Hüftpfanne, die ebenfalls mit einer dicken Knorpelschicht ausgekleidet ist.

Eine Gelenkkapsel umschließt das Hüftgelenk und hält gemeinsam mit dem umliegenden Muskel-, Sehnen- und Bänderapparat den Hüftkopf bei jeder Bewegung stabil in der Hüftpfanne.

Die Innenhaut der Gelenkkapsel produziert eine zähe Flüssigkeit, die auch als „Gelenkschmiere“ bezeichnet wird. Sie ernährt den Gelenkknorpel und hält ihn elastisch. Gleichzeitig hält sie die beiden Knochen im Gelenk auf Abstand. So ist für eine reibungslose und schmerzfreie Bewegung gesorgt.

Gelenkbeschwerden zählen zu den großen Volkskrankheiten. Bei 20-40% der 60-Jährigen finden sich in Röntgenuntersuchungen Zeichen für eine Abnutzung des Hüftgelenkes. Aber auch bei jungen Menschen und vor allem Sportler können bestimmte Erkrankungen schon frühzeitig zu Schmerzen führen.

Die Arthroskopie des Hüftgelenkes wird zunehmend eingesetzt um Schmerzzustände zu behandeln. Da das Hüftgelenk sehr viel schwieriger mit den arthroskopischen Instrumenten zu erreichen ist, sind hierzu eine spezielle Lagerung und die Verwendung von Spezialinstrumenten inkl. der Röntgendurchleuchtung notwendig.

Im Falle eines fortgeschrittenen Hüftgelenkverschleißes sind die Möglichkeiten der Arthroskopie jedoch limitiert. Oft kommt dann der endoprothetische Ersatz des Hüftgelenkes in Betracht (siehe Arthrose).

Röntgendurchleuchtung intraoperativ zur
Lagekontrolle bei distrahiertem Hüftgelenk
Arthroskopisches Bild des zentralen Hüft Kompartimentes
» zur Desktop-Version