• Priv.-Doz. Dr. Dr. phil. Max J. Kääb (SR/R)
  • Prof. Dr. Stefan Greiner (SR/R)
  • Priv.-Doz. Dr. Olaf Lorbach (BER)

Kompetenzzentren

Fachbereiche | Schulter | Subacromial Syndrom

Das Subacromial Syndrom

Impingement-Syndrom  und Kalkschulter

Allgemein
Das sog. Subacromial-Syndrom umfasst eine große Gruppe von unterschiedlichen Erkrankungen des sog. Subacromialraumes (Gelenkbereich unterhalb des Schulterdaches, s.o.). Das Subacromial-Syndrom ist die häufigste Ursache von Schulterschmerzen. Der Begriff Impingement-Syndrom (Impingement = Einklemmung) wird hier häufig auch verwendet. Hierunter versteht man die Zusammenfassung unterschiedlicher Ursachen, welche das Gleiten der Rotatorenmanschette unter dem Schulterdach behindern und so eine Schleimbeutelentzündung verursachen können.

Häufige Ursachen eines Impingement-Syndrom sind Formveränderungen oder knöcherne Ausziehungen (sog. Osteophyten) des Schulterdaches (mechanisches Impingement), Verkalkungen bzw. Kalkeinlagerungen in die Rotatorenmanschette (sog. Kalkschulter, Tendinitis oder Tendinosis calcarea) und eine akute oder chronische Schleimbeutelentzündung.  

Behandlung
Zunächst stehen meist konservative Behandlungsmethoden im Vordergrund. Dies sind zum Beispiel Physiotherapie, Injektionen oder auch Stosswellentherapie (ESWL). Nicht immer lassen sich dadurch jedoch Erfolge erzielen. Wenn die Schmerzen über einen Zeitraum von drei oder sechs Monaten anhalten oder zunehmen, verspricht eine operative Therapie Erfolg.

Ein relativ einfacher und schneller Eingriff ist die sog. arthroskopische subacromiale Dekompression (ASD). Bei diesem arthroskopischen Eingriff erfolgt eine Vergrößerung des subacromialen Gleitraumes durch die Entfernung des entzündeten Schleimbeutels unter dem Schulterdach und die Entfernung der knöchernen Veränderungen des Schulterdaches mit Hilfe einer Präzisionsfräse. Auch kann Kalk in der Sehne hier relativ einfach entfernt werden. Dieser Eingriff kann auch über einen wenige cm langen Hautschnitt durchgeführt werden. In der Regel darf  der Arm gleich nach der Operation wieder bewegt werden. Sie dürfen auch nach wenigen Tagen wieder Autofahren. Für ca. 6 Wochen nach der Operation sollten das Tragen und Heben von schwereren Lasten oder auch wiederholte Überkopfarbeiten vermieden werden.
 

Kalkschulter
Ausräumen des Kalkherdes
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